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Bodengenese

Sie beschreibt die bodenbildenden Faktoren. Ein Boden ist ein Naturkörper, bei dem ein Gestein an der Erdoberfläche unter einem bestimmten Klima, einer bestimmten streuliefernden Vegetation und Population von Bodenorganismen durch bodenbildende Prozesse, nämlich Verwitterung, Mineralbildung, Zersetzung, Humifizierung, Gefügebildung und verschiedene Stoffumlagerungen umgeformt wird (nach Scheffer/Schachtschabel).

Diese Entwicklung beginnt zunächst an der Gesteinsoberfläche und schreitet im Laufe der Zeit fort, indem sie mehr oder weniger gleiche Bodenschichten (Horizonte) bildet. Von oben bilden sich streuähnliche Auflagehorizonte organischen Ursprungs und von unten gesteinsähnliche Mineralhorizonte anorganischen Ursprungs, die zusammen im senkrechten Schnitt das Bodenprofil ergeben.

Die Wechselwirkungen bodenbildender Faktoren eines Standorts, nämlich Wärme, Wasser, Luft und Nährstoffe und die zeitliche Wirkungsdauer bestimmen den Bodentyp. Die Art und die Menge des Humuskörpers hängen von der jährlich produzierten Streumenge und -zusammensetzung, sowie von den Lebensbedingungen der verschiedenen Bodenorganismen ab. In mitteleuropäischen Wäldern lassen sich drei Humusarten erkennen:

  • L oder Streulage, überwiegend unzersetzte Blätter, Nadeln, Samen und Zweige;
  • Of oder Fermentationslage, halb zerfallene Blätter und Nadeln, Kleintierkot;
  • Oh oder Humifizierungslage, überwiegend Feinhumus und Streureste mit
    erkennbarer Gewebestruktur < 30 %. Der Feinhumus bildet eine eigene Krümelung
    durch die Tätigkeit der Bodentiere;

Danach schließen sich die mineralischen Horizonte (Bodenschichten) an, welche im wesentlichen mit Großbuchstaben gekennzeichnet werden:
A = oberster mineralischer Horizont
B = Mineralhorizont im Unterboden
C = Gestein

Eine Einteilung der Böden in ein natürliches System wurde 1953 von Kubiena in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft ausgebaut. Eine internationale Bodensystematik liegt bisher nicht vor.

  • Nach der Einwirkung des Wassers wird unterschieden zwischen:
  • Landböden (terrestrische Böden)
  • Grundwasser- und Überflutungsböden (semiterrestrische Böden)
  • Unterwasserböden (subhydrische Böden)
  • Moorböden

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