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Niederschlag
und Untergrund
Der
geologische Untergrund ist ein empfindlicher Filter. Die Gesteine,
aus denen eine Region aufgebaut ist und die darüber liegenden Bodenschichten
bilden den geologischen Untergrund. Er bestimmt:
- die Durchlässigkeit.
Wie rasch sickern Niederschläge in die Tiefe und wieviel Wasser
kann gespeichert werden?
- den Wassertyp.
Mit welchen natürlichen Stoffen reichert sich das Wasser auf
dem
Weg nach unten an?
-
die
Empfindlichkeit. Wie leicht kann das Grundwasser verunreinigt
werden, insbesondere durch Stoffe, die von oben einsickern?
Die Antworten auf diese Fragen sind von existenzieller Bedeutung,
denn neun von zehn Litern Trinkwasser stammen aus dem Grundwasser!
Bei
der Bodenversickerung wird das Wasser gereinigt. Ein Teil der
darin enthaltenen Stoffe bleibt an den Bodenpartikeln wie an einem
Filter kleben und wird weitgehend von Mikroorganismen der obersten
belebten Bodenschichten abgebaut. Diese Leistungen der Natur halten
das Grundwasser in aller Regel sauber, solange sie nicht überfordert
werden. Gelangen Schadstoffe aber in tiefere Bodenschichten oder
gar in das Grundwasser, so können sie nur sehr langsam abgebaut
werden.
Beispiel: In Unterfranken ist das Grundwasser wegen der oft
dünnen Bodenauflagen mehr gefährdet, denn je weniger mächtig und
feinkörnig diese Bodenschicht ist, desto weniger wird das durchfließende
Wasser gefiltert und desto schlechter ist das Grundwasser vor Verunreinigungen
geschützt.
Der
geologische Untergrund einer Region bestimmt den Wassertyp des Grundwassers.
Mineralien und Salze aus dem Gestein lösen sich im Wasser und verändern
seine Eigenschaften. Beispielsweise nimmt Grundwasser im Muschelkalk
gips- und kalkbildende Stoffe auf und es entsteht hartes Wasser.
Grundwasser aus anderen Gesteinen mit wenig Kalk ist dagegen sehr
weich.
Die
Gefährdung des Bodens und des Grundwassers hat heute viele Quellen.
In unserer modernen Industriegesellschaft werden natürliche und
künstlich erzeugte Stoffe freigesetzt. Das Regenwasser kann sie
aus der Luft und später von der Erdoberfläche auf den Weg durch
den Untergrund bis in das Grundwasser mitnehmen. So können unerwünschte
Stoffe das Grundwasser verureinigen, z.B. Lösungsmittel, Industriechemikalien,
Schwermetalle, Mineralöle, Dünge- und Pflanzenschutzmittel oder
auch Krankheitserreger.
Sie stammen aus Industrie- und Gewerbebetrieben, Deponien, aus der
Abfallverwertung, zu intensiver Landwirtschaft, etc.
Der
Boden ist die Basis für die Landwirtschaft und für unsere Ernährung.
Angesichts der oben erwähnten sehr realen Gefahren sind die Aufgaben
klar definiert. Es geht darum:
- Schützende
Bodenschichten wirksam zu erhalten
- Verunreinigungen
des Grundwassers zu vermeiden
- Bereits bestehende
Belastungen zu sanieren.
Es
gilt deshalb die Qualität unserer Böden flächendeckend zu bewahren.
Jeder Einzelne muss dabei seine Verantwortung übernehmen. Diese
Forderung bekommt noch eine ganz andere Dimension wenn man bedenkt,
dass die Entwicklung von einem Zentimeter mineralischen Boden aus
Muschelkalk ca. 10 000 Jahre dauert.
- Das umwelttechnische
Institut Ökolonomie beprobt und untersucht
Boden, Bodenluft und Gelände,
- plant
und führt aus
Sondier- und Kernbohrungen, Hand- und Baggerschürfe, Errichtung
von
Messstellen.
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