Intro
Home
Baubiologie
Gutachten
Thermografie
Solarthermie
Photovoltaik
Pellet/Biomasseheizanlagen
Wasser
Boden- und Altlasten
- Allgemeine Informationen
- Regenwasserversicherung
- Altlastensanierung
- Altlasten
- Altlasten und Immobilien
FAQ
Impressum
Kontakt
Shop
Links
Aktuelles
E-Mail

Niederschlag und Untergrund

Der geologische Untergrund ist ein empfindlicher Filter. Die Gesteine, aus denen eine Region aufgebaut ist und die darüber liegenden Bodenschichten bilden den geologischen Untergrund. Er bestimmt:

  • die Durchlässigkeit. Wie rasch sickern Niederschläge in die Tiefe und wieviel Wasser
    kann gespeichert werden?
  • den Wassertyp. Mit welchen natürlichen Stoffen reichert sich das Wasser auf dem
    Weg nach unten an?
  • die Empfindlichkeit. Wie leicht kann das Grundwasser verunreinigt werden, insbesondere durch Stoffe, die von oben einsickern?

    Die Antworten auf diese Fragen sind von existenzieller Bedeutung, denn neun von zehn Litern Trinkwasser stammen aus dem Grundwasser!

Bei der Bodenversickerung wird das Wasser gereinigt. Ein Teil der darin enthaltenen Stoffe bleibt an den Bodenpartikeln wie an einem Filter kleben und wird weitgehend von Mikroorganismen der obersten belebten Bodenschichten abgebaut. Diese Leistungen der Natur halten das Grundwasser in aller Regel sauber, solange sie nicht überfordert werden. Gelangen Schadstoffe aber in tiefere Bodenschichten oder gar in das Grundwasser, so können sie nur sehr langsam abgebaut werden.
Beispiel: In Unterfranken ist das Grundwasser wegen der oft dünnen Bodenauflagen mehr gefährdet, denn je weniger mächtig und feinkörnig diese Bodenschicht ist, desto weniger wird das durchfließende Wasser gefiltert und desto schlechter ist das Grundwasser vor Verunreinigungen geschützt.

Der geologische Untergrund einer Region bestimmt den Wassertyp des Grundwassers. Mineralien und Salze aus dem Gestein lösen sich im Wasser und verändern seine Eigenschaften. Beispielsweise nimmt Grundwasser im Muschelkalk gips- und kalkbildende Stoffe auf und es entsteht hartes Wasser. Grundwasser aus anderen Gesteinen mit wenig Kalk ist dagegen sehr weich.

Die Gefährdung des Bodens und des Grundwassers hat heute viele Quellen. In unserer modernen Industriegesellschaft werden natürliche und künstlich erzeugte Stoffe freigesetzt. Das Regenwasser kann sie aus der Luft und später von der Erdoberfläche auf den Weg durch den Untergrund bis in das Grundwasser mitnehmen. So können unerwünschte Stoffe das Grundwasser verureinigen, z.B. Lösungsmittel, Industriechemikalien, Schwermetalle, Mineralöle, Dünge- und Pflanzenschutzmittel oder auch Krankheitserreger.
Sie stammen aus Industrie- und Gewerbebetrieben, Deponien, aus der Abfallverwertung, zu intensiver Landwirtschaft, etc.

Der Boden ist die Basis für die Landwirtschaft und für unsere Ernährung. Angesichts der oben erwähnten sehr realen Gefahren sind die Aufgaben klar definiert. Es geht darum:

  • Schützende Bodenschichten wirksam zu erhalten
  • Verunreinigungen des Grundwassers zu vermeiden
  • Bereits bestehende Belastungen zu sanieren.

Es gilt deshalb die Qualität unserer Böden flächendeckend zu bewahren. Jeder Einzelne muss dabei seine Verantwortung übernehmen. Diese Forderung bekommt noch eine ganz andere Dimension wenn man bedenkt, dass die Entwicklung von einem Zentimeter mineralischen Boden aus Muschelkalk ca. 10 000 Jahre dauert.

  • Das umwelttechnische Institut Ökolonomie beprobt und untersucht
    Boden, Bodenluft und Gelände,
  • plant und führt aus
    Sondier- und Kernbohrungen, Hand- und Baggerschürfe, Errichtung von
    Messstellen.

Zum Seitenanfang

E-Mail schicken

© 2001-2002 Gerhard Felbinger & Lothar Kraut