PHOTOVOLTAIK
Allgemeine Informationen
Photovoltaik
ist Stromerzeugung mit Solarmodulen durch die direkte Umwandlung
von Sonnenlicht in eine elektrische Gleichspannung. Die physikalische
Grundlage ist der von Alexander Bequerel 1839 entdeckte Photoeffekt:
Durch Lichteinstrahlung werden positive und negative Ladungsträger
in einem Festkörper freigesetzt.
Das
Ausgangsmaterial für die Solarzellen ist Sand (SiO2). Über
einen chemischen Redox- prozess wird Reinstsilizium (Si) von nahezu
100 % gewonnen. Aus einem gegossenem Block werden dann quer zu
den Kristallen Scheiben (sog. wafer) geschnitten, welche zur polykristallinen
Solarzelle weiterverarbeitet werden.
Werden sehr langsam, z. B über eine Ringheizung für
die Umstrukturierung des Siliziums durch ein künstliches
Magnetfeld, Mono-Si-Stangen aus der Schmelze gezogen, dann entstehen
im weiteren Produktionsprozess monokristalline Zellen.
Dieser Herstellungs- prozess ist zeit- und kostenintensiver, liefert
aber einen etwas höheren Wirkungsgrad im Vergleich zu den
polykristallinen Zellen.
Amorphe Si-Zellen besitzen noch eine mangelnde Langzeitstabilität
und einen Gesamtwirkungsgrad von ca. 5 % und sind deßhalb
meist nur in Kleinverbrauchern im Einsatz. Durch die Herstellung
von Dünnschichtmodulen, Tandem- oder Dreifachzellen werden
sie mittelfristig eine größere Bedeutung erfahren.
Ein
Solarmodul besteht aus zusammengeschalteten Solarzellen. Ein oder
mehrere Module (engl. panels) bilden den Solargenerator.
Die Gesamtleistung eines Solargenerators richtet sich nach der
möglichen Leistung des "schwächsten" Moduls (entsprechend
dem schwächsten Glied einer Kette), somit sind auch geringe
Teilbeschattungen zu vermeiden.
Wichtig: Die Leistungstoleranzen sollten so gering wie
möglich sein (z.B. +/- 5 %).