W
A S S E R
Allgemeine Informationen
"Das Prinzip
aller Dinge ist das Wasser;
aus Wasser ist alles und in das Wasser
kehrt alles zurück"
Thales von Milet
Wasser
allgemein | Belastungen des Wassers
| Gewässeruntersuchungen
Wasser allgemein
Eigentlich
ist er irreführend der Name unseres Planeten - die Erde - denn
über 70 % der Oberfläche sind mit Wasser bedeckt. Dank
des Wassers nahm auf unserem Planeten vor über 3 Millionen
Jahren eine "unendliche Geschichte" ihren Anfang:
Die Evolution des Lebens begann.
Wasser
hat also unser Leben erst ermöglicht und es maßgeblich
bestimmt. Ohne Wasser hätte die Erde heute die 22-fache Oberflächentemperatur,
die Atmosphäre den 60-fachen Luftdruck, die 3000-fache Menge
an Kohlendioxid, aber nur Spuren von Sauerstoff. Unser Himmelskörper
würde auf der Tagseite glühen und auf der Nachtseite gefrieren,
er wäre völlig lebensfeindlich.
Für
die Lebewesen auf der Erde ist Wasser das wichtigste Lebensmittel.
Der menschliche Körper besteht zu etwa 2/3 aus Wasser. In unserem
Gewebe zirkulieren vor allem gelöste Nährstoffe wie Salze
oder Feststoffe wie Eisen, das im roten Blutfarbstoff Hämoglobin
enthalten ist. Der Wasserdruck unseres Körpers hält die
Zellen in Form.
Gleichermaßen
vernetzt und durchdringt Wasser auch die Erde. Durch zahllose ober-
und unterirdische Adern werden Gebirge mit Ozeanen, Wälder
mit Steppen, Dörfer mit Städten und schließlich
ganze Nationen miteinander verbunden.
Die Wiegen der Menschen entstanden an den großen Strömen
wie Euphrat und Tigris, Nil und Tiber.
Denn der Mensch braucht Wasser zum Trinken und zur Bewässerung
seiner Felder. Später erschloß er sich entlang der Ströme
ganze Siedlungsräume und eroberte so Stück für Stück
die Welt.
Wasser bedeutet aber auch Kampf ums Überleben.
Kampf um das Wasser, damit wir leben und uns ernähren können.
Kampf mit dem Wasser, um es zu bändigen und seine Kraft für
unser Leben zu nutzen.
Hinter
dem Elixier, das Leben schafft und erhält, steckt eine verblüffend
einfache Formel:
Zwei Atome Wasserstoff und ein Atom Sauerstoff verbinden sich zum
Molekül H2O.
Aus zwei chemischen Elementen wird Wasser, eine farblose, unscheinbare
Flüssigkeit mit vielfältigen Eigenschaften.
Nirgendwo
auf dieser Welt gibt es reines Wasser, denn es ist das beste natürliche
Lösemittel. Es löst Salze und andere Feststoffe aus dem
Boden und Gestein und transportiert sie in das Meer, wo sie abgelagert
werden. Im Erdinneren reichert es sich mit Gasen wie Kohlendioxid
oder Schwefelwasserstoff an, als Mineral- oder Heilwasser erfrischt
es dann unseren Körper und Geist. Selbst Regenwasser ist nicht
rein.
Ein 50 Milligramm schwerer Regentropfen der aus einem Kilometer
Höhe am Boden auftrifft, hat bereits 16 Liter Luft ausgewaschen
und gereinigt. Aus diesem Grund werden auch in der Luft vorhandene
Schadstoffe ausgewaschen und mit auf die Erdoberfläche transportiert
und dort abgelagert (z. B. saurer Regen).
Auch
wir in der nördlichen gemäßigten Zone erleben oft
Regenwetter und Flüsse, Seen und Bäche umgeben uns. Wasser
ist für uns allgegenwärtig. Doch dieser vermeintliche
Überfluss täuscht: 97,4 % des vorhandenen Wassers sind
Salzwasser, nur 2,6 % des vorhandenen Wassers sind Süßwasser!
Noch drastischer wird die Rechnung, wenn man bedenkt, dass das Salzwasser
in den Meeren und Ozeanen zwar das größte Ökosystem
dieser Welt bildet, aber für uns ungenießbar ist.
1,3 % des Süßwassers sind in Gletschern, Wolken, etc.
gebunden und nur 0,3 % der gesamten Wassermenge stehen uns als Trinkwasser
zur Verfügung.
Gutes
Trinkwasser ist somit eine Rarität und eine Kostbarkeit !
Mit
Wasser sollte deshalb sorgfältig und sparsam umgegangen werden.
Aber nur ca. 3% des verbrauchten Trinkwassers werden zum Trinken
und Kochen verwendet. Der Rest wird zum Baden und Duschen (36 %),
zur Toilettenspülung (32 %), zum Wäsche waschen (13 %),
zum Reinigen und Geschirr spülen (16 %) etc. verwendet. Wer
verantwortlich handeln möchte, sollte also Waschvorgänge,
Toilettenspülung etc. mit Regenwasser
durchführen.
Belastungen
des Wassers
Bakterien:
Viel gewonnenes Grund- und Quellwasser muß desinfiziert werden,
da es Krankheitserreger enthalten kann. Diese Verunreinigungen haben
manchmal natürliche Ursachen wie z. B. suhlende Wildschweine
oder verwesende Organismen der Nahrungskette. Meist werden die Verschmutzungen
allerdings vom Menschen verursacht, z. B. durch falsche Lagerung
und Anwendung von Gülle, durch undichte Kanäle etc. Durch
Hochwasser können flussnahe Quellen infiziert werden.
Nitrat:
Bei einem hohen Prozentanteil des gewonnenen Rohwassers ist der
Nitratgrenzwert der Trinkwasserverordnung überschritten. Dieses
Wasser muß aufbereitet oder mit unbelastetem Wasser vermischt
werden, bevor es zu Trinkwasser wird. Dies sind zumeist die Folgen
einer zu intensiven Landbewirtschaftung. Zuviel Nitrat im Trinkwasser
ist deshalb bedenklich, weil es im Körper zu Nitrit und durch
die Reaktion mit Eiweißverbindungen aus der Nahrungsaufnahme
oder Arzneimitteln in krebserzeugende Nitrosamine umgewandelt wird.
Außerdem stehen hohe Nitratwerte im Zusammenhang mit bestimmten
Schilddrüsenerkrankungen. Bei Säuglingen kann eine erhöhte
Nitritbelastung zur lebensgefährlichen Blausucht (Cyanose)
führen.
Pflanzenschutzmittel:
Einige Prozent des gewonnenen Rohwassers sind stärker mit Pestiziden
belastet als nach der Trinkwasserverordnung tolerierbar. Auch dieses
Wasser muß aufbereitet oder gemischt werden, bevor es als
Trinkwasser genutzt werden kann.
Medikamente:
In letzter Zeit werden vermehrt Medikamentenreste, besonders Antibiotika
im Grundwasser und somit auch im Trinkwasser gefunden. Der Mensch
nimmt durch das Trinken die im Wasser gelösten Medikamente
auf. Es ist allgemein bekannt, dass Antibiotika eine wirksame Medizin
im Kampf gegen vielerlei Infektionen und Krankheiten ist, doch bei
übermäßiger Einnahme von Antibiotika können
Erreger gegen dieses Medikament resistent werden. Das heißt,
es kann die Wirksamkeit beeinträchtigt oder sogar ganz aufgehoben
werden. Antibiotika und andere Medikamente werden heute vermehrt
in der landwirtschaftlichen Tierproduktion, auch zur Vorbeugung,
verwendet, um bei dichtbesiedelten Ställen den Ausbruch von
Krankheiten zu verhindern. Diese gelangen mit den Ausscheidungen
der Tiere auf die Felder und werden durch den Regen ins das Grundwasser
gewaschen. Der Mensch selbst nimmt Antibiotika als Medizin oder
mit dem Fleisch der Tiere zu sich, scheidet diese zum Teil auf der
Toilette wieder aus oder wirft abgelaufene Medikamente einfach ins
WC und führt sie so im Abwasser dem Wasserkreislauf und damit
wieder der Nahrungskette zu.
In
den letzten Jahren wird, nicht zuletzt aus den oben genannten Gründen,
die Wasserversorgung zunehmend problematischer, die Liste der Länder
mit Wasserknappheit immer länger und die internationalen Konflikte
um Wasservorräte immer kritischer.
Nach Ansicht der UNO droht zwei Dritteln der Weltbevölkerung
schon im Jahre 2035 der Wassernotstand. Heute schon fehlt ca. 2
Milliarden Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Weltweit
werden nur 5 % des Abwassers geklärt, der Rest fließt
ungereinigt in die Böden, Flüsse und Meere.
Der
Wasserverbrauch steigt an und sauberes Wasser wird knapp!
Wasser
muß deshalb überall auf der Welt effizient genutzt und
geschützt werden.
Das
umwelttechnische Institut Ökolonomie beprobt und untersucht:
- Fließende
und stehende Gewässer, Fischteiche
- Brunnenwasser,
Zisternenwasser, Regenwasser
- Trinkwasser
- Sickerwasser,
Grundwasser
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